Zu Tisch #211 Brettspiel Eindrücke

Einen schönen Sonntag euch allen. Ich frage mich gerade Rückblickend, wie ich es in der zurückliegenden, vollen Woche, dann doch noch geschafft habe 6 Spiele spielen. Da muss das Zeitmanagement ja irgendwie geklappt haben. Die Auswahl und auch die Begeisterung für die einzelnen Titel geht dieses Mal durch ein paar Höhen und Tiefen. Am Ende des Tages passt aber alles denn das was für uns am relevantesten ist, schneidet unterm Strich dann auch am besten ab. (und das sogar ganz Objektiv) Trotzdem folgt jetzt hier ein komplett subjektives Zu Tisch voller eigener Meinung und Lust auf alte und neue Spiele. Seht selbst.

Spiele schon vorher sehen? Klick! (Zeitstempel)
00:00 Intro / Begrüßung
00:54 Chocolate Factory
05:09 Drei Schwestern
08:48 13 Tage
13:06 Virtu
23:12 Swindler
27:06 Rear Window

 

Über Christoph 841 Artikel
Christoph, Ü40 Pädagoge und im Hobby leidenschaftlicher Brett- und Rollenspielfan. Comics und viele Sachbücher mit geschichtlichen Themen aller Art runden den Alltag ab. Am liebsten durchsetzt von verzerrtem Garage Rock aus den 60igern oder aktuell (aber verzerrt). Ehemals mit dem professionellen Verkauf von Spielen beschäftigt reicht das bloße am Tisch sitzen und spielen seit Neustem nicht mehr aus. Das Ergebnis sieht man hier. Ach so: Von Technik, keine Ahnung.

3 Kommentare zu Zu Tisch #211 Brettspiel Eindrücke

  1. Hallo,

    leider erst mit 15 Jahren Verspätung das tolle Strategiespiel Viktory II von Morrison Games aus Texas entdeckt.

    Haben das Viktory 2 jetzt mal gespielt.

    Interessant und erfrischend simpel.

    Man erforscht durch aufdecken der Hexteile das Spielfeld. Dann kann man auf den Landschaften Dörfer gründen, die man später zu Städten machen kann.
    Je nach Gelände erhält man beim Bau unterschiedliche Einheiten. Soldaten, Reiter, Kanonen und Schiffe.

    Clever das Kampfsystem :

    Du bekommst einen Würfel pro Einheitenart. Also selbst wenn du in dem Feld 4 Soldaten hast, würfeln die nur mit einem Würfel. Combine Arms Prinzip.
    Du brauchst also unterschiedliche Truppenteile, um mehr Würfel zu erhalten.

    Dazu kommt dann ein Würfel für jedes Feld von dem aus du attackierst. Hier soll Umzingelung/Einschliessung wiedergegeben werden.

    Der Verteidiger bekommt einen Bonus für sein Dorf/Stadt und das Gelände.

    Das Spiel endet nachdem die sechste “1” im Spiel gewürfelt wurde. Dann gibt es einen Punkt pro Dorf und zwei pro Stadt. Wir haben die Würfel wie üblich mit einem Kartenset ersetzt. Das hat bei der Spieldauer Vorteile. Sechs ” Einsen” können sehr schnell oder kaum gewürfelt werden. Entsprechend die Spiellänge.
    Mit dem Kartenset ist die Dauer meist gleich. Ausserdem kann man mit der Menge der Karten drs Decks die Spieldauer etwas steuern.

    Das ist grob das Szenario. Lernt man in 5 Minuten.

    Man erkundet das Land und gründet Dörfer. Diese bringen erstmal Soldaten.
    Nach einen Upgrade zu einer Stadt erhält man andere Einheiten wie oben genannt.

    Das sich bei jedem Spiel ändernde Spielfeld bringt Vor – und Nachteile für Spieler. Habe ich zum Beispiel keinen Wald im Umfeld, kann ich keine Fregatte bauen. Ist ein Gelände nur spärlich im Spiel vorhanden, versuchen die Spieler sich diese möglichst als Erster zu sichern.

    Nach einem Aufbau in der ersten Spielhälfte, kommt unweigerlich der Punkt an dem man sich in die Quere kommt. Dann beginnen die taktischen Überlegungen. “Ich plaziere dort im Wald einen Soldaten, dann kann der Gegenspieler daneben im Grasland kein Dorf errichten.”
    Baue ich hinter einer Wasserfläche oder einem Gebirge, das ich schwerer angreifbar bin.

    Interessant auch die Surpression Regel. Du greifst mit 3 Truppenteilen von 2 Hexes aus an. Dein Gegner hat 2 Truppenteile im Wüstenfeld.

    Du würfelst mit 5 Würfeln ( 3 für 3 verschiedene Einheiten + 2 für die 2 Angriffshexe ). Du würfelst 3 Treffer. Das ist ein Treffer mehr als du zum Besiegen der beiden Gegner benötigst. Jetzt würde der Gegner mit 2 Würfeln antworten. Da du einen Treffer mehr als nötig hattest, unterdrückt dieser einen Würfel des Verteidigers. Tolles Konzept.

    Das Spiel ist für mich ein bisschen wie “Risiko” in anspruchsvoller.
    Es ist kein Spiel, in dem ich jetzt mal Mengen an Einheiten sammle und den Gegner dann mit Masse überrolle. Soviele Truppen kriegt man nicht.
    Und selten geht ein Kampf ohne Verlust für den Sieger ab.

    Spannend wirds, wenn man dann sieht, es werden nur noch 2 “1” zum Spielende benötigt. Der Gegner hat mehr Ortschaften als ich. Kann ich noch irgendwo bauen ? Oder ist Angriff und Eroberung meine einzige Chance ?

    Nach ca. 45 Minuten zu Zweit ist es dann vorbei. Meist folgt die sofortige Revanche.

    Schöne Mischung aus Strategie und Glück. Wer Wargames wie Risiko mag, gepaart mit einem Civ Exploration Teil ist hier goldrichtig. Es ist schnörkellos, kein fiddliges Versorgungsmanagement. Entdecken, aufbauen und wenn es eng wird kämpfen. Und es ist deutlich strategischer als Risiko.

    Es können 2 – 8 Spieler teilnehmen. Das Spielfeld wird in Grösse angepasst.

    Für ein privat publiziertes Spiel, ein Werk der Liebe, auch toll produziert.
    Hunderte von Plastikfiguren. Bis zu 180 Hexfeldteile für das Spielfeld.

    Meine Empfehlung hat das Spiel 👍👍👍👍

    Gruss

    Ralf

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